Die Erfolgsfaktoren e-learning am Beispiel von Projekt- und Prozessmanagement Trainings

Die Frage nach den Erfolgsfaktoren e-learning und damit auch die Frage ob sich komplexe Themenkreise wie z.B. Projekt- oder Prozessmanagement mittels e-training Einheiten wirklich sinnvoll vermittelt lassen kann simpel beantwortet werden.

Dr. Christian Majer, Projekt- & Prozessmanagementspezialist, CEO majer-rejam

Nachdem ich im Rahmen von Vorträgen aber auch immer öfter per Email gefragt werde: was sind nun die unmissverständlichen Qualitätsparameter für ein erfolgsversprechendes e-learning (entspricht den Erfolgsfaktoren e-learning) , gebe ich gerne einen Eindruck zu unseren konzeptionellen und praktischen Erfahrungswerten der letzten Jahre.

Nun, es verhält sich zunächst grundlegend wie zu so vielen Themen im Bereich Training und Erwachsenenbildung: es gibt einfach zu viele “Schaumschläger”. Dilettanten, die unter dem Deckmantel von mondänen Begrifflichkeiten oder aktuell brisanter Schlagwörter versuchen, billigen Profit aus der seriösen Neugier und der natürlichen Erfahrungslosigkeit von Interessenten zu schlagen.  Und gerade zum Thema e-learning ergibt sich hier eine Falltiefe der besonderen Art, nämlich kategorisch die zwischen Humbug und Qualität.

Erfolgreiches e-learning ist längst keine animierte Power Point Attrappe mehr, die rasch noch mit ein paar Geräuschen oder in der Luxusvariante mit einer Sprechstimme garniert wird. Professionelles und vor allem benutzeraffines e-training definiert sich zwingend über Leistungsparameter: 1. dem Prozess, d.h. welche spezielle Handhabung verlangt ein virtueller Seminarraum, wie erzeuge ich ein intuitives Handeln, eine selbsterklärende Benutzerführung? 2. der Methode: hier geht es z.B. um das Zusammenspiel von Videovortrag und 3D Animationen oder um die Gestaltung und Integration von Skriptunterlagen. 3. die Didaktik: welches Vortragsmuster wähle ich, welche Zeitfenster gilt es einzuhalten, wieviel Interaktion ist notwendi? Und schließlich 4. die Technologie. Sie entscheidet zu aller letzt ob die hochmotivierten Ambitionen eines perfekt konzipierten, virtuellen Erlebens auch umsetzbar sind.

e-trainings bestechen  also auf der einen Seite durch die komplexe Erfüllung dieser konzeptiven Leistungsparameter (im Vorfeld ihrer Produktion!), andererseits vor allem durch die gekonnte Verdichtung ihrer Themenkreisen. Kein erfolgreiches e-learning ersetzt den Tiefgang einer Ganztagesveranstaltung mit einem/r kompetenten TrainerIn. e-trainings ticken anders, sie haben nämlich lediglich den Anspruch “Spannungsimpulse” zu setzen, einprägsam komprimierte “Kompetenzakzente” anzubieten, die wiederum ein sofortiges und selbstständig praktisches Umsetzen dieser Inhalte ermöglichen. Ein eintägiges Seminar läßt sich so gut und gerne auf eine 1 ½ Std. Online Session reduzieren. Einzelne Themenkreise haben dabei einen tatsächlich sehr kurz bemessenen Aufnahmehorizont von maximal 5 – 7 Minuten.

erfolgsfaktoren e-learning

Abb.: alle e-learning Erfolgskriterien in einer Plattform vereint am Beispiel der Webbased Academy

 

Die so oft prolongierte Kostenreduktion ergibt sich in erster Linie nicht unbedingt durch ein billiges Anpreisen von e-trainings. Denn in Summe ist deren Produktion (Drehbuch, Film- und Tonstudio, Animationsbegeitung, u.v.m)  meist hochwertiger als die Vorbereitung eines jeden Präsenztrainings. Eine  bis zu 40% Kostenreduktion ergibt sich in der Regel vielmehr durch den Wegfall von Peripheriekosten wie etwa Trainingsraumkosten, Reise/Verpflegungsspesen oder Ausfallkosten von TeilnehmernInnen, die kurzfristig absage. Erst am Ende – und hier vor allem abhängig von der Menge an Buchungen – stehen auch geringere Buchungskosten pro TeilnehmerIn im Raum.

Die größten allgemeinen Vorteile von e-learning liegen letztlich in der raschen Verfügbarkeit und der örtlichen Unabhängigkeit. Es entsteht keine physische Abwesenheit (Arbeitsplatzabstinenz) der TeilnehmerInnen oder alternativ sogar
die Option, auf ein „Lernen zu Hause“. Moderne e-learning Plattformen sind darüber hinaus administrativ autark, d.h. es entstehen für den Auftraggeber keine Administrations- oder gar Wartungsaufwendungen. Im Gegenteil: er erhält auch noch eine statistische Echtzeitbeobachtung aller Aktivitäten. Und: moderne e-trainings repräsentieren sich in jedem Fall in einem responsive design, also “allmedientauglich” (PC, MAC, Tablets, Smartphones).

So ist in Summe zu sagen: den seriösen und professionell produzierten, virtuellen Trainings gehört in jedem Fall die Zukunft – und die hat eigentlich schon längst begonnen.